Das Wort zum letzten Sonntag in diesem Jahr

Posted by Nelli Mon, 31 Dec 2007 13:51:19 GMT

Am letzten Sonntag in diesem Jahr wurde "Die Herren von Winterfell" von George R. R. Martin gelesen. Und zwar ausschließlich. Muss die restlichen sieben Bücher auch haben :-)

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Ich suche die ultimative Frauenroman-Frau: Der große Contest

Posted by Nelli Sat, 29 Dec 2007 18:24:38 GMT

Kennen wir das nicht alle? Na gut, nicht alle, aber zumindest viele Frauen unter uns. Man liest einen historischen Roman - und findet sich auf einmal in einem Softporno wieder. Klar, es gibt auch historische Romane, wo das Historische im Vordergrund steht... aber darum gehts hier nicht. Kaum ist man jedenfalls in dem besagten Softporno gelandet, fällt einem noch etwas auf. Die Hauptdarstellerin. Sie kommt einem unglaublich bekannt vor. Rote Haare, widersetzt sich den gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit, tut alles für ihre große Liebe... Hatten wir das nicht schonmal? Sogar schon öfter?

Die weibliche Hauptfigur in solchen Frauenromanen ist klischeebehaftet wie sonst nur wenige Dinge auf dieser Welt. Aus genau diesem Grund mache ich einen Contest: Wenn mir mal wieder so ein historischer Softporno in die Finger kommt, gibt es für die Frau ein Rating. Und zwar nach den folgenden Kriterien und Punkteverteilung:

rote Haare - 2

graue Augen - 2

Sommersprossen - 2

schön, aber nicht aufreizend; "mädchenhaft schlank" - 3

natürlich unverheiratet, was hätte das denn sonst alles für einen Sinn? - 3

hat keine Eltern bzw. lebt nicht bei ihnen - 1

Beruf: Hebamme / Kräuterhexe / Ärztin - 2

gläubig, hadert aber mit Gott - 2

hat erstaunlich moderne Vorstellungen von Moral - 3

mutig bis zur Dummheit - 3

hat Visionen - 2

"Volksheldin" - 1

hilft einer historisch bekannten Figur, ihre Taten zu vollbringen - 2

liebt einen Mann, fühlt sich aber auch zu einem anderen hingezogen, mit dem sie auch aus vorgeschobenen Gründen unbedingt Sex haben muss - 2

wird irgendwann im Verlauf der Geschichte der Hexerei angeklagt - 2

So, nun werden die Kandidatinnen nach und nach geratet. Wer alle 32 Punkte kriegt, bekommt einen Keks und darf den Grafen heiraten :-)

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"Rebecca" lässt grüßen

Posted by Nelli Sat, 29 Dec 2007 14:54:58 GMT

Die 49-jährige Immobilienmaklerin Laura lebt und arbeitet in Barcelona. Nur ein Handicap behindert ihre sonst erfolgreiche Karriere und macht ihr auch persönlich zu schaffen: Sie spricht kein Englisch. Fest entschlossen, die Sprache zu lernen, bucht sie im Internet einen Kurs bei Annie Grose. Der Intensivkurs soll in einem Landhaus in England stattfinden und einen Monat dauern. Ohne Referenzen über die Lehrerin einzuholen oder sie jemals persönlich getroffen zu haben macht sich Laura auf den Weg...

"Der englische Sommer" von Carme Riera beginnt ganz harmlos mit dem Wunsch einer Frau, endlich eine Bildungslücke loszuwerden, die sie ihr ganzes Leben lang gequält hat. Nach und nach jedoch bricht der Wahnsinn in die Realität. Das Buch erinnert an "Rebecca" von Daphne DuMaurier oder auch an Stephen Kings "Sie". Die Geschichte ist sehr spannend erzählt und man kann sich gut in Laura hineinversetzen, die das Geschehen aus der Retroperspektive erzählt.

Ein sehr spannender Thriller, allerdings hätten 30 Seiten mehr dem Buch nicht geschadet. Gegen Ende wirkt die Geschichte doch etwas kurz zusammengefasst.

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Die Frau auf dem Sofa liest die Frau im Mond

Posted by Nelli Fri, 28 Dec 2007 20:07:47 GMT

Sie schreibt leidenschaftliche Liebesbriefe an ihre Verehrer, die daraufhin ausbleiben. Sie will mehr vom Leben, als ihr ein kleines Dorf auf Sardinien in den 40er Jahren bieten kann. Und sie hört niemals auf, zu glauben, dass Liebe das Wichtigste im Leben ist.

"Die Frau im Mond" von Milena Agus ist die Biografie dieser Frau, erzählt von ihrer Enkelin.

Niemand im Dorf möchte etwas mit der als seltsam und geisteskrank verschrienen Frau etwas zu tun haben. Als sie nun schon nicht mehr die Jüngste ist, taucht 1943 ein Witwer in ihrem Dorf auf, auf der Suche nach einer Bleibe. Die Eltern nehmen den Mann bereitwillig auf, und kurz darauf hält er um die Hand der "verrückten" Tochter an. Ihre Enkelin erzählt den verlauf der Ehe zwischen den beiden und von einer Affäre, die die Großmutter wohl in einem Sanatorium hatte. Aber warum sah sie ihren Liebhaber nie wieder? Und was hat es mit dem Notizbuch auf sich, in das sie ihre Gedanken und Gedichte schreibt?

Am Ende werden diese Fragen geklärt - nicht so, wie man es erwartet. Auch wird man das Buch sicherlich mehrmals lesen müssen, um die Beziehungen zwischen den Personen richtig zu begreifen. Auf jeden Fall lohnt sich dieses Buch - ich hatte es an nur einem Abend durch.

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Do not take the dessert

Posted by Nelli Tue, 25 Dec 2007 19:18:21 GMT

Kein Buch, aber trotzdem unglaublich geil: Die Karte in einem Restaurant.

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