Angst und Einsamkeit

Posted by Nelli Thu, 11 Feb 2010 12:29:00 GMT

Erstmal muss ich zugeben: Hier habe ich tatsächlich den Film gesehen, bevor ich mir dann das Buch "Tannöd" von Andrea Maria Schenkel gekauft habe. Und da ich den Film sehr gut fand, ist natürlich auch mein Eindruck vom Buch davon beeinflusst.

Beide Eindrücke passen aber sehr gut zusammen.

Der Inhalt ist schnell erzählt: Auf einem abgelegenen Bauernhof werden sechs Menschen brutal ermordet, eine Familie samt Magd. Im Buch erzählen verschiedene Personen, wie es zur Entdeckung des Mordes kam, charakterisieren die ermordete Familie und berichten über die Lebensumstände im Dorf.

Das Buch ist knapp 200 Seiten lang, man hat es also schnell durch. Und was bleibt ist der anhaltende Eindruck von Beklemmung, Angst und Einsamkeit.

Das Erschreckende ist nicht der Mord. Das Erschreckende sind die Lebensumstände auf dem Bauernhof, das Gefühl der Menschen, allein mit ihrer Schuld zu sein, diese zu verdrängen, es aber in ihrer Einsamkeit nicht zu schaffen.

Ich kann das Buch nur empfehlen. Allerdings ist es eher eine Milieustudie als ein Krimi. Und man liest es besser in der Stadt :-)

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