Do not take the dessert
Posted by Nelli
Kein Buch, aber trotzdem unglaublich geil: Die Karte in einem Restaurant.


Posted by Nelli
Kein Buch, aber trotzdem unglaublich geil: Die Karte in einem Restaurant.


Posted by Nelli
Okay, das letzte "Wort zum Sonntag" habe ich aus purer Faulheit ausfallen lassen und viel geschrieben habe ich in letzter Zeit sowieso nicht. Aber schließlich müssen ja auch ein paar Bücher gelesen werden, ne? Ab jetzt werde ich mich besssern.
Das letzte Buch, das ich fertig gelesen habe, ist "Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens" von Sarah Kuttner. Es ist eine Sammlung von Kolumnen, die Sarah Kuttner für die Süddeutsche Zeitung und den Musikexpress geschrieben hat. Obwohl ich Sarah Kuttners Show eigentlich so gut wie nie geschaut habe und dieses Phänomen etwas an mir vorbeigegangen ist, kaufte ich mir das Buch aus dem Wunsch heraus, endlich mal wieder etwas Kurzes, Lustiges und nicht so unglaublich Bedeutungsschwangeres zu lesen. Und ich habe festgestellt: Es lohnt sich.
Sarah Kuttner hat eine sehr unterhaltsame Sprache, springt von Thema zu Thema und kommt zu überraschenden Einsichten. Alles Mögliche wird miteinander verquickt, wir erfahren, das die Regierung Schröder so etwas wie Oasis der Politik gewesen ist (natürlich mit Schröder selbst als Liam Gallagher), erhalten die Antwort auf die Frage, warum gemusterte Bettwäsche vom Schlafen ablenkt und auch darauf, was alles besser wird.
Also: Kaufen, lesen, lachen. Ich habe nur 1 1/2 Stunden gebraucht, aber die waren... mmmmmhhhhh... :-)
Posted by Nelli
Es ist ein wunderschöner Morgen, die Sonne scheint, der Wind ist frisch und das Gras grün und saftig. Eigentlich ist alles so, wie es sich ein Schaf nur erträumen kann. Doch irgendwas ist falsch. Genau: Ist es normal, dass der Schäfer George Glenn mit einem Spaten im Bauch tot vor dem Schäferwagen liegt? Sowas kann jedem Schaf den Appetit verderben... Aber was ist geschehen?
In "Glennkill" von Leonie Swann versucht Georges Herde, diese Frage zu beantworten. Irgendjemand muss was gegen den Schäfer gehabt haben, aber wer? Hat Satan tatsächlich seine Seele geholt, wie der Dorfpfarrer sagt? Aber Satan, der Esel mit der durchdringenden Stimme, der auf der benachbarten Weide grast, tut so etwas doch nicht? Und warum sind all die Leute auf einmal hinter "dem Gras" her? Nett, dass die Menschen auch mal an was Vernünftiges denken, aber sich deswegen gleich umbringen? Es gibt doch ganze Wiesen voll davon!
Der Krimi aus der Sicht der Schafe ist sehr unterhaltsam und lebt davon, dass die Lebensphilosophie der Tiere auf die Welt der Menschen trifft. Man darf allerding von dem kriminalistischen Element in diesem Krimi nicht allzuviel erwarten. Wer das tut, wird von dem Ende enttäuscht werden. Es geht hauptsächlich darum, wie Schafe die Welt im allgemeinen und Menschen im besonderen sehen, die Aufklärung des Falles rückt dabei in den Hintergrund.
Eine spannend aufgezogene Krimigeschichte mit tausend Wendungen, wie beispielsweise "Felidae", ist es nicht, dafür aber leichte, witzige, sehr gut geschriebene Unterhaltung.
Posted by Nelli
Und jetzt kommt, nachdem es schon im letzten "Buch zum Sonntag" aufgetaucht ist, eine Rezension zu "Schöne Scheine" von Terry Pratchett. Feucht von Lipwig, bekannt aus "Ab die Post" hat ein Problem. Nachdem er Postminister geworden ist, läuft einfach alles super. Und er langweilt sich fast zu Tode, eine Redewendung, die wörtlich gemeint ist, denn Lipwig stürzt sich in waghalsige nächtliche Kletteraktionen und tritt sogar der Geheimgesellschaft der Extremnieser bei. Doch dann werden Lipwig Anteile an der Kreditbank von Ankh-Morpork vererbt, in deren Kellern längst keine einzige Goldmünze mehr zu finden ist. Lipwig gerät in einen Machtkampf zwischen den übergangegen Erben und hat nebenbei diverse andere Probleme zu lösen: Was tun, wenn der Bankdirektor ein Hund ist? Ist der Hauptkassierer wirklich ein Vampir? Und muss eine Währung wirklich auf Gold basieren? Ein sehr lustiges Buch über die Finanzwelt von Ankh-Morpork, auch wenn die Stadt aus meiner Sicht langsam etwas zu geordnet wirkt. Andererseits hat Pratchett viele witzige neue Ideen (wie zum Beispiel Cosmos Bemühungen, zu Lord Vetinari zu werden und natürlich der Blupper), die das Buch tragen. Der Humor wird im Gegensatz zu den früheren Büchern hintergründiger, aber das sieht man eigentlich an vielen in letzter Zeit erschienenen Scheibnwelt-Romanen.
Kann ich auf jeden Fall empfehlen, aber lieber nicht als Einstieg in die Scheibenwelt, weil ziemlich oft auf frühere Ereignisse oder Personen angespielt wird, was auch einen großen Teil des Reizes ausmacht.